Lauf-Gesundheit                                                                                                              zur Altersklasseneinteilung    
                                                              

       
Vielen schweren Zwischenfällen der letzten Jahre lagen Infekte in der Zeit vor dem Lauf zugrunde.
        Derartige scheinbar nur harmlose Infektionen der oberen Luftwege oder in anderen Körpersegmenten können zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
        führen, wenn während des Infektes weiter trainiert wird. Insbesondere bei Infekten, die mit länger anhaltendem Fieber einhergehen, kann es auch vermehrt zu
        Herzrhythmusstörungen kommen, welche bei körperlicher Belastung zum Tode führen können. Der Mechanismus ist verein-facht so darzustellen,
        dass es unter der fieberhaften Entzündung zu einer Verdickung bzw. Aufquellung der Herzmuskelfaser und ihres umhüllenden Gewebes kommen kann.
        Durch diese Verdickung ist der Sauerstofftransport aus den Herzmuskel versorgenden Kapillaren in die Muskelzelle verlangsamt.
        Diese Verlangsamung liegt in dem längeren Transportweg begründet und führt bei hoher Belastung zwangsläufig zum Abbruch der Versorgungskette im
        Herzmuskel selbst. Dieses kann schlagartig ohne Vorzeichen eintreten und damit eine lebensbedrohliche oder sogar tödliche Herzrhythmusstörung auslösen.

        Ist man Opfer eines Infektes geworden (erhöhte Temperatur, erhöhter Ruhepuls >> Arztbesuch) sollte man Sportsgeist beweisen und über einen Zeitraum
        von mindestens einer Woche kein Training ansetzen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie erhöhte Temperatur aufweisen.
        Ein Trainingseffekt während des Infektes stellt sich sowieso nicht ein.
        Im Anschluss an einen überstandenen Infekt sollte vor Wiederaufnahme des Trainings ein Sportmediziner bezüglich der aktuellen Sporttauglichkeit gefragt werden.
        Hierbei kann auch untersucht werden, ob noch Entzündungszeichen im Blut vorliegen.
        Wettkämpfe sollten im unmittelbaren Anschluss an einen Infekt nicht durchgeführt werden.

        1.    Anfänger sollten sich vor Aufnahme des Trainings von einem sportmedizinisch kompetenten Arzt untersuchen lassen.
               Hierbei sollten neben der ärztlichen Untersuchung auch ein Laborbefund, ein Ruhe- und Belastungs-EKG
               sowie die Messung des Ruhe- und Belastungsblutdrucks durchgeführt werden.
               Des weiteren ist auch eine Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) zu empfehlen.
               Erst wenn aus sportmedizinischer Sicht Sporttauglichkeit attestiert wird, sollte das Training forciert werden.
        2.    Mindestens 1 x pro Jahr sollte ein sportmedizinischer Check-Up erfolgen.
        3.    Mindestens 2 x pro Jahr sollte eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen, um „Infektherde“ auszuschließen.
        4.    Sehr nützlich kann es sein, wenn wichtige gesundheitliche Daten, wie beispielsweise Diabetiker, Hypertoniker etc.
               auf der Startnummer neben der Adresse und Telefonnummer vermerkt sind.
        5.    Hier (
http://www.paps-test.de ) kann man einem Fragebogen ausfüllen u. bekommt eine Empfehlung.

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